September 30, 2005
Wissenschaftler vom Max Planck Institut haben berechnet, dass die Erderwärmung noch in diesem Jahrhundert eine kritische Temperaturschwelle überschreiten könnte. Das hätte dramatische Umweltfolgen.
Wer in das texanische Dörfchen Crawford fährt, weiß sofort, was die Stunde geschlagen hat. "Wir danken unseren Truppen", steht auf einer Backstein-Mauer am Lone Star Parkway. Überall erinnern gelbe Stoffbänder an den Einsatz der US-Soldaten im Irak.
Der 705-Seelen-Ort westlich von Waco ist tiefstes Bush-Land. Die Einwohner sind stolz, dass der Präsident hier seine Ranch hat. "It’s the Western White House in Texas", sagen sie. Viele denken wie die 34-jährige Kassiererin Alison Gray, die gerade ihren Job verloren hat: "Wenn wir nicht am Golf wären, hätten wir schon längst einen neuen 11. September gehabt."
Und dennoch wächst auch in der vermutlich größten Bush-Hochburg im Land der Zweifel. "Wir haben zu viele Leute im Irak", klagt der Rentner Joe Daniels. "Jetzt bräuchten wir sie dringend für die Aufräum-Arbeiten nach den Wirbelstürmen." Die 44-jährige Hausfrau Heidi Dawson sieht das ganz genauso. "Es war richtig, gegen Saddam Hussein vorzugehen", betont sie. "Aber nun sollten unsere Soldaten nach Hause kommen." Die Sekretärin Shirley Engelbreith malt ein dunkles Szenario: "Der Krieg zieht sich endlos. Wenn wir nicht aufpassen, bekommen wir ein zweites Vietnam." Sie plädiert für sofortigen Rückzug. "Sollen die sich im Irak die Köpfe einschlagen", fügt sie hinzu. Finstere Gedanken, die so gar nicht zu den idyllischen Holzhäuschen am Rande der Prärie passen.
Wenn sich jedoch im Herzland Amerikas Pessimismus einschleicht, müssen in Washington die Alarmglocken läuten. Dann gibt es an anderen Orten noch viel mehr Skepsis als in Crawford. Eine neue Umfrage des "Council on Foreign Relations", einer Denkfabrik in Chicago, scheint dies zu belegen. Demnach sind nur noch 35 Prozent der US-Bürger dafür, dass Demokratie mit militärischer Gewalt verbreitet wird. 74 Prozent meinen, dass der Sturz Saddams kein ausreichender Kriegsgrund gewesen sei.
Bushs Rechtfertigungs-Gebäude für den Irak wurde von der Realität wegerodiert. Der Präsident ist in diesen Tagen nur noch ein Schatten seiner selbst. Schleppendes Krisen-Management nach dem Hurrikan "Katrina", hohe Benzinpreise, Gewaltwelle am Golf, Korruptions-Vorwürfe in seiner Partei: Bushs Nimbus vom 11. September ist nur noch eine Fata Morgana.
Jetzt versucht der Präsident verzweifelt, zu früherer Stärke zurückzufinden. Am 6. Oktober will er die Amerikaner von den "Fortschritten" im Irak überzeugen. Ein gigantisches Manöver aus Brechstangen-Politik, Image-Akrobatik und virtueller Sieges-Rhetorik. "We will stay the course until the job is done . . ."
September 28, 2005
Kapitel 6, in dem von der Nordsee die Rede ist, von viel Gift und wenig Fischen, von Schwimmern und einem Frachter und davon, dass nicht andere die Verantwortung haben, sondern immer man selber.
Kapitel 6, in dem von der Nordsee die Rede ist, von viel Gift und wenig Fischen, von Schwimmern und einem Frachter und davon, dass nicht andere die Verantwortung haben, sondern immer man selber.
September 25, 2005
Gletscher scheinen starr und unbeweglich. Tatsächlich aber bewegen sie sich. Bis zu 20 Meter fließen und gleiten sie innerhalb einer Woche.
September 23, 2005
Unser Kontinent hat eine dramatische Klimavergangenheit. In einer aufwändigen Produktion zeigt das ZDF die Naturgeschichte Europas. Die Eiszeit ist eine Episode davon.
September 22, 2005
Kapitel 5, in dem von giftigen Fässern die Rede ist und von Schiffen, die solche Fässer ins Meer werfen, von kleinen Schlauchbooten, einer Henkerschlinge und davon, dass man nicht alles tun darf, was erlaubt ist.
Kapitel 5, in dem von giftigen Fässern die Rede ist und von Schiffen, die solche Fässer ins Meer werfen, von kleinen Schlauchbooten, einer Henkerschlinge und davon, dass man nicht alles tun darf, was erlaubt ist.
September 15, 2005
Kapitel 4, in dem von Schee und Eis erzählt wird, von einer staatlichen Verordnung gegen grüne Farbe, von weißen Robbenbabys und roten Spuren im Schnee und davon, wie Tausende kleiner Luftballons Hunderttausende von Leben retteten.
Kapitel 4, in dem von Schee und Eis erzählt wird, von einer staatlichen Verordnung gegen grüne Farbe, von weißen Robbenbabys und roten Spuren im Schnee und davon, wie Tausende kleiner Luftballons Hunderttausende von Leben retteten.
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